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Ein Lack für alle Flaschen - PETER-LACKE gewinnt Wettbewerb.

24.04.2008

Neues in der Hand: Ingolf Ruepke, Spartenleiter Glas; Lackentwickler Ludger Roters und Firmen-Chef Andreas Peter (v.l.)   Neues in der Hand: Ingolf Ruepke, Spartenleiter Glas; Lackentwickler Ludger Roters und Firmen-Chef Andreas Peter (v.l.)

Neue Westfälische, 24.04.2008

"Es wirkt wie der Versuch, Unmögliches zu wagen

Der Lack soll auf Glas haften, auf jedem Glas und für jeden Zweck in jeder denkbaren Farbe - und möglichst frei von Lösemitteln sein. Den Lack gibt es noch nicht, ihn will das Schweichelner Unternehmen Peter-Lacke noch entwickeln.; Mit diesem Vorhaben hat sich die Firma an dem Chemie- und Kunststoffwettbewerb "CheK.NRW" beteiligt und als eines von vier ostwestfälischen Unternehmen eine Förderung gewonnen.

Peter-Lacke entwickelt das Produkt nach Auskunft von Ingolf Ruepke, der die Sparte "Glas" leitet, mit der Partnerfirma CWS Resins aus Düren.; Dabei ist die Beschichtung von Glas mit Lacken nichts Neues, sagt Ruepke. Seit etwa zehn Jahren bietet Peter-Lacke solche Produkte für Flachglas an. Vor drei Jahren sprach ein Parfüm-Flaschen-Hersteller die Schweichelner an. Seitdem widmet sich Peter-Lacke der Beschichtung von Hohlkörpern.; "Die Ansprüche an solche Lacke sind extrem", sagt Ruepke. In Parfüms sind Alkohole und Öle enthalten. Die Flaschen werden mit eingecremten Händen angefasst. Der Lack muss schlagfest und beständig sein und gut aussehen. "Optisch muss alles damit machbar sein", sagt Ruepke und meint: Hoher Glanz muss möglich sein wie matte Oberflächen, Ätz- und Sandstrahleffekte.;

Noch höher sind die Anforderungen bei Getränkeflaschen. Sie werden vor dem Abfüllen mehrfach gereinigt. "Da ist natürlich Feuchtigkeit im Spiel und Keimfreiheit muss erreicht werden", sagt Ruepke. Eine besondere Herausforderung ist ein Lack für Mehrwegflaschen, denn die werden nach ihrem ersten Gebrauch noch öfter mit aggressiven Substanzen gereinigt. "Einen Lack dafür zu entwickeln ist unser Ziel", sagt Ruepke. Aber das reicht den Entwicklern noch nicht. Sie wollen eine Substanz herstellen, die für alle Anforderungen geeignet ist.; Bisher haben die Schweichelner Lacke für Flachglas, für Teller, Tassen und Gläser, für Einweggetränkeflaschen sowie für Parfümflaschen und Kosmetikbehälter im Angebot.

Das soll sich in spätestens 30 Monaten ändern. Dann will Peter-Lack eine Beschichtung für alle entwickelt haben. Der neue Lack soll den besonders strengen Vorschriften der US-amerikanischen Zulassungsbehörde für das Lebensmittelrecht (FDA) genügen.; Die Probleme beim Glas-Lack sind zum einen, dass es zwischen Lack und Glas keine chemische Verbindung gibt und zum anderen dass die Glasoberfläche sehr glatt ist. "Außerdem gibt es unterschiedliche Glassorten", sagt Entwickler Ludger Roters. Man könnte keramische Farben nehmen, die in das Glas eingebrannt würden. Sie hätten aber nicht die Brillanz eines Lackes. "Außerdem könnten wir so nicht alle möglichen Farbtöne erzeugen", sagt Ruepke.;

Firmenchef Andreas Peter ist zuversichtlich, dass der neue Lack in gut zwei Jahren auf den Markt gehen kann und dann auch zum Erfolg wird. Weltweit gebe es nur einen Konkurrenten.

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